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Snacks, Süßigkeiten und Alkohol

Passend zu den Feiertagen führt uns die vegane Ernährungspyramide heute zu dem „spaßigen“ Teil. Snacks, Süßigkeiten und Alkohol bilden die Spitze der Ernährungspyramide, weil sie mengenmäßig (leider) den geringsten Anteil unserer Ernährung darstellen sollten.

Wer liebt es nicht, sich mal ein Stück Schokolade oder ein paar Chips reinzuziehen oder auch ein Glas Wein oder Bier zu trinken. Glücklicherweise ist das auch rein pflanzlich gar nicht mehr so schwierig. -Man kommt definitiv ganz leicht auf seine Kalorien.

Aber was solltest du über diese Leckereien wissen?

SchokoladeIn Milchschokolade wird meistens Milchpulver verwendet, tendenziell sind Varianten mit höherem Kakaoanteil eher vegan. Es gibt aber auch „versehentlich“ vegane Sorten wie Ritter Sport Marzipan, Oreo Cookies oder Manner Waffeln (nicht alle Sorten).
ChipsEnthalten oft Milchpulver oder sogar Schweineborsten als Gewürz, allgemein aber oft Hefeextrakt als Geschmacksverstärker und eine Menge anderer Zusatzstoffe, die dem Körper nichts gutes tun.
Wein und SektWerden oft mit mit tierischen Hilfsmitteln geklärt und sind daher nicht grundsätzlich vegan. Man findet auf immer mehr Wein- und Sektflaschen den Hinweis „Vegan“ wenn diese keine tierischen Klärstoffe enthalten.
Säfte und MixgeträkeWie Wein werden Säfte oft ebenfalls mit Gelatine geklärt. Mit naturtrüben Säften hat man das Problem weniger. Das Fiese ist, dass Provitamin A manchmal durch Fischgelatine zugesetzt wird.
GummibärchenGummi Naschereien werden oft mit Gelatine hergestellt oder am Ende mit Bienenwachs überzogen. Zum Glück gibt es mittlerweile Hersteller, die komplett auf Gelatine verzichten und für ihre Fruchtgummis stattdessen beispielsweise Pektin nutzen.

Generell spricht nichts dagegen, ab und zu Lebensmittel aus der Spitze der Lebensmittelpyramide zu essen. Neben der hohen Menge an Kalorien, sollte man auch folgende Auswirkungen auf den Körper noch im Hinterkopf behalten:

  • Ein hoher Zuckerkonsum kann sich negativ auf die Zusammensetzung der Darmbakterien auswirken. So können Nährstoffe nicht ideal aufgespalten werden und werden ggf. wieder ausgeschieden ohne verarbeitet worden zu ein. Auch die Darmzusammensetzung kann sich auf Dauer verändern und sich langfristig ungünstig auswirken.
  • Alkohol hemmt auch den Darm! Der beliebte „Verdauungsschnaps“ nach deftigem Essen behindert eher die Verdauung anstatt sie zu fördern. Außerdem werden Nährstoffe bei regelmäßigem Alkoholkonsum schlechter vom Körper aufgenommen.
  • Auch als gesund geltende Säfte haben einen sehr hohen Zuckeranteil und man nimmt mit einem Glas Apfelsaft (200 ml) 22 g Zucker (ganze 8 Zuckerwürfel!) zu sich. Das entspricht fast dem halben Tagesbedarf an Zucker und 2 ganzen Äpfeln. Mit zwei Gläsern Apfelsaft, die dem Zuckergehalt von vier Äpfeln entsprechen, hätte man also den Zucker für den ganzen Tag schon intus. Unverarbeitetes Obst hat viel mehr Volumen als gepresster Saft. Deshalb ist es schwieriger, die gleiche Menge an Zucker „nebenbei“ über Obst zu sich zu nehmen. Zudem sind in unverarbeitetem Obst z.B. auch die für den Darm so wichtigen Ballaststoffe enthalten. Smoothies hingegen sind zwar gesund aber auch kalorienreich. Daher sollten diese weniger als Getränk und mehr als Snack oder Mahlzeit betrachtet werden. Im Gegensatz zu Säften enthalten sie Ballaststoffe, vorausgesetzt man macht sie selbst aus Obst und Gemüse. Sie mit einem hohen Anteil Gemüse gemixt mit Obst zu machen, ist ein guter Trick den Zuckergehalt zu reduzieren.
  • Chips sind stark verarbeitet und auch wenn sie keine tierischen Inhaltsstoffe beinhalten, sind die Auswirkungen von Aromen und Geschmacksverstärkern auf den Körper auch ungünstig. Zudem enthalten sie einen hohen Anteil Fett und oftmals auch Zusatzstoffe, die Allergien auslösen können und generell eher nichts in einer gesunden Ernährung verloren haben. Zusätzlich kann durch das hohe Erhitzen Acrylamid entstehen, dass mit Krebs in Verbindung gebracht wird.

Aber Ernährung soll natürlich auch Spaß machen! Daher haben wir am Ende doch noch eine gute Nachricht für alle Weinliebhaber: Das in der Weintraube enthaltene Resveratrol ist ein Antioxidant und soll das Herz-Kreislaufsystem mit seiner antientzündlichen Wirkung positiv beeinflussen.

Wie bei allem gilt generell: Die Menge macht das Gift!

Gönn dir ruhig mal die Schokolade oder den Sekt. Wenn der Konsum in moderaten Mengen vonstatten geht, ist im Grunde alles erlaubt.

-Bewusst genießen lautet die Devise!

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